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Warum wird die S-Bahn Köln ausgebaut?

 

Köln wächst ...

Köln wächst seit Jahren. Die Domstadt hat in den vergangenen 25 Jahren mehr als 200.000 neue Einwohner gewonnen – und ein Ende der positiven Entwicklung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Aktuell leben in Köln fast 1,1 Millionen Menschen und bis 2040 sollen rund 140.000 weitere Einwohner hinzukommen. Das anhaltende Wachstum strahlt auch auf die angrenzenden Kreise, Städte und Gemeinden aus.

... und der Verkehr wächst mit

Köln ist eine Stadt der Pendler. Schon heute gibt es täglich mehr als 315.000 Einpendler und 145.000 Auspendler. Die Menschen in Köln und Umgebung leiden zunehmend unter dem hohen Verkehrsaufkommen. Auf Straßen und Schienen herrscht Stau. Hinzu kommt eine hohe Belastung an CO2-Emissionen, Feinstaub, Stickstoffdioxid und Verkehrslärm. Auch die Klimaschutzziele geraten in Gefahr.

Zeit für eine Trendwende

Damit der Metropolraum weiterwachsen kann und Mobilität sowie Lebensqualität der Menschen erhalten bleiben, muss verstärkt in den nachhaltigen Verkehr investiert werden. Das erfordert auch Investitionen in den stark frequentierten Bahnknoten Köln. Ein stufenweise umsetzbares Konzept aus 15 Einzelmaßnahmen soll für Entlastung sorgen. Der Ausbau der S-Bahn im Knoten Köln ist dabei ein wichtiger Baustein, um die Region für die Verkehrsströme der Zukunft zu rüsten und den umweltfreundlichen Nahverkehr auf der Schiene zu stärken.

Wie wird das S-Bahn-Netz ausgebaut?

Der Ausbau der S-Bahn Köln erfolgt Schritt für Schritt, ganz gezielt an den neuralgischen Punkten des Schienennetzes. Dieser „minimalinvasive“ Eingriff hat maximalen Effekt auf die Kapazitäten der S-Bahn – und schont die Nerven von Anwohnern und Fahrgästen.

Bestehende Engpässe und Schwachstellen des Schienenpersonennahverkehrs im Großraum Köln werden im Rahmen des Projekts in vielen Einzelmaßnahmen Stück für Stück beseitigt. Auf den laufenden Zugverkehr und die Stadt wirken sich diese vielen kleinen Maßnahmen deutlich weniger aus als ein großes Infrastrukturprojekt. Anwohner, Pendler und auch die öffentlichen Finanzen werden durch diesen minimalinvasiven Eingriff deutlich weniger belastet.

Die Vision 2030+

Damit sich die vielen Einzelmaßnahmen des S-Bahn-Ausbaus zu einem schlüssigen Gesamtsystem zusammenfügen, haben die Planer vom Ende her gedacht: Das S-Bahn-System wird von heute sechs auf neun Linien wachsen. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, der in Gänze erst weit in den 2030er Jahren abgeschlossen sein wird. Es wird aber bereits mit Hochdruck an den ersten Maßnahmen gearbeitet, um die Vision 2030+ umzusetzen.

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Wie kommt der Ausbau der S-Bahn Köln voran?

An der Verlängerung der S 13 nach Bad Godesberg wird bereits gebaut. Die S 11 Richtung Bergisch Gladbach befindet sich in der dritten Planungsstufe. Bei der künftigen S 12 nach Bedburg ist vor kurzem der Bürgerdialog zu Ende gegangen. Ein Überblick:

 
Schon im Bau: Die S 13

Bereits seit 2016 wird an der Verlängerung der Linie S 13 gebaut. Heute verkehrt sie zwischen Düren, Horrem, Köln, dem Flughafen Köln/Bonn und Troisdorf. Um Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis besser an den Flughafen und an das Stadtzentrum von Köln anzubinden, wird die S 13 bis Bonn-Oberkassel verlängert. Im Endausbau wird die S-Bahn-Linie dreimal in der Stunde zwischen Düren und Oberkassel verkehren. Zwischen Troisdorf und Bonn-Oberkassel kommen größtenteils zwei zusätzliche Gleise dazu sowie zwei neue Haltepunkte in Bonn-Ramersdorf und Bonn-Vilich. Bestehende Bahnhöfe in diesem Abschnitt werden umgebaut beziehungsweise erweitert. Entlang der Strecke sind unter anderem 15 Kilometer an Schallschutzwänden und passive Schallschutzmaßnahmen vorgesehen. Der Abschnitt bis Bonn-Beuel wird ab 2026 in Betrieb gehen, der Abschnitt bis Oberkassel soll bis 2028 folgen. Die Kosten für die Verlängerung tragen der Bund und das Land NRW.

Mehr Informationen zum Ausbau der S 13