S BEWEGT DIE MENSCHEN

Die Vorplanung

Der Ausbau der S 11 für einen 10-Minuten-Takt befindet sich momentan in der Vorplanung. Fachleute erstellen Entwürfe für den zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach sowie den Umbau der betroffenen Bahnhöfe. In Bergisch Gladbach, Köln Messe/Deutz und am Hauptbahnhof entstehen zusätzliche Bahnsteige für die S 11, Köln-Kalk West erhält einen neuen Haltepunkt zur Erschließung des Quartiers. Fester Bestandteil der Vorplanung ist die frühzeitige Information und Einbindung der Bürger. Der offene und transparente Austausch bildet die Basis, um gemeinsam tragfähige Lösungen für den Ausbau zu finden.

Online-Dialog und Infomessen

Vom 26. März bis 31. Mai 2018 lief der Online-Dialog für den Ausbau der S 11. Die folgende Auflistung zeigt die wichtigsten Ausbaumaßnahmen, die dabei zur Diskussion standen. In der Dialog-Zentrale konnten die Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen, die Planung diskutieren sowie vorhandene Beiträge kommentieren. Auf zwei Infomessen am 9. April 2018 in Köln sowie am 14. Mai 2018 in Bergisch Gladbach hatten die Menschen aus dem Rheinland zudem die Möglichkeit, das Vorhaben mit den beteiligten Partnern und Fachleuten zu besprechen, Fragen zu stellen und Anregungen einzubringen. Statt fester Programmpunkte standen persönliche Gespräche im Zentrum der Veranstaltungen. Viele Menschen nutzten die Chance, sich am Austausch zum Ausbau der S 11 zu beteiligen: Im Online-Dialog gingen mehr als 300 Rückmeldungen ein und mehr als 600 Besucher kamen zu den Infomessen. Alle im Zuge der Öffentlichkeitsbeteiligung eingegangenen Anregungen werden momentan von den beteiligten Planern gesichtet. Dabei werden die unterschiedlichen Interessen gegeneinander abgewogen und die Möglichkeiten der technischen und finanziellen Umsetzbarkeit geprüft.

Köln Hansaring

Ein Ausbau des Haltepunktes ist im Rahmen des Ausbaus der S 11 nicht vorgesehen.

Die Kapazitätsengpässe am Hauptbahnhof und in Köln Messe/Deutz ergeben sich aufgrund der hohen Zahl an Fahrgästen, die hier ein- und aussteigen. Am Hansaring ist die Zahl der Fahrgastwechsel deutlich geringer.

Ausbau Köln Hauptbahnhof

In Köln Hbf ist der Bau eines zusätzlichen S-Bahnsteigs mit zwei Gleisen vorgesehen. Somit können künftig zeitgleich zwei S-Bahnen in je Richtung in den Hauptbahnhof einfahren.

Am Kölner Hauptbahnhof ist der Bau eines zusätzlichen S-Bahnsteigs am Breslauer Platz vorgesehen. Der 215 Meter lange Mittelbahnsteig wird 96 Zentimeter hoch und ermöglicht damit Mobilitätseingeschränkten einen barrierefreien Einstieg in die S-Bahnen. Über die beiden bestehenden Fußgängerpassagen des Hauptbahnhofs (Passage A und B) können Pendler und Reisende den neuen Bahnsteig barrierefrei mit Rolltreppen und Aufzügen erreichen.

Künftig werden an den S-Bahn-Gleisen 12 und 13 des neuen Bahnsteigs ausschließlich Züge in Richtung Köln Hansaring abfahren – die vorhandenen S-Bahngleise 10 und 11 werden dann nur von Zügen in Richtung Messe/Deutz angefahren. Somit können je Fahrtrichtung zeitgleich zwei S-Bahnen am Hauptbahnhof halten, was zum einen den Fahrgastwechsel deutlich beschleunigt und zum anderen die heute noch häufig auftretenden Wartezeiten auf der Hohenzollernbrücke deutlich reduziert. Direkt am Brückenkopf der Hohenzollernbrücke kann eine bereits vorhandene Stützkonstruktion für die neuen Gleise genutzt werden.

Hohenzollernbrücke

Die S-Bahn-Stammstrecke entlang Köln Hbf und Köln Messe/Deutz wird ausgebaut und mit moderner Leit- und Sicherungstechnik ausgerüstet, um eine schnelle Zugfolge zu ermöglichen.

Um eine schnellere Zugfolge (zukünftig Zweieinhalb-Minuten-Takt) zu ermöglichen, ist ein Ausbau der Hohenzollernbrücke nicht erforderlich. Erweitert werden lediglich der Hauptbahnhof Köln und der Bahnhof Messe/Deutz durch jeweils zwei zusätzliche Gleise. Die S-Bahn-Stammstrecke wird mit moderner Leit- und Sicherungstechnik ausgerüstet. Belegte Gleise am Hauptbahnhof und im Bahnhof Messe/Deutz sind heute noch der Grund für die häufigen Wartezeiten auf der Brücke. Künftig wird der Betrieb auf der Hohenzollernbrücke wesentlich zuverlässiger und flüssiger laufen, da für einfahrende Züge freie Gleise und Bahnsteige an den Bahnhöfen zur Verfügung stehen.

Ausbau Köln Messe/Deutz

Der Bahnhof Köln Messe/Deutz erhält einen zusätzlichen S-Bahnsteig mit zwei Gleisen. Darüber hinaus erhalten die bestehenden Bahnsteige über Aufzüge einen barrierefreien Zugang zum städtischen Personentunnel, der zur U-Bahn führt.

Der Bahnhof Köln Messe/Deutz erhält einen zusätzlichen S-Bahnsteig mit zwei Gleisen. Die neuen Gleise 23 und 24 befahren künftig ausschließlich Züge in Richtung Köln Hauptbahnhof, die bestehenden Gleise 9 und 10 werden zu den Gleisen 21 und 22. Hier halten in Zukunft die S-Bahnen in Richtung Trimbornstraße und Köln-Mülheim. Die Koelnmesse und die Lanxess Arena mit ihren zahlreichen Großveranstaltungen sowie die neu entstehende MesseCity werden damit deutlich besser angebunden.

Im Zuge dieser Baumaßnahmen wird der gesamte Bahnhof barrierefrei ausgebaut. Sämtliche Bahnsteige des Bahnhofs Köln Messe/Deutz werden am östlichen Ende mit Aufzügen ausgestattet und bieten somit einen barrierefreien Zugang zum städtischen Personentunnel, der zur U-Bahn führt. Hierbei arbeiten die Projektpartner mit der Stadt Köln zusammen.

Mit dem Bau des neuen Mittelbahnsteigs werden auch die angrenzenden Brücken- und Stützwandkonstruktionen zwischen der Hohenzollernbrücke und der Deutz-Mülheimer Straße erweitert. Hierbei werden momentan verschiedene Varianten untersucht. Im Hinblick auf den Neubau der Fahrradrampe sind die Planer der DB Netze im laufenden Austausch mit den Fachämtern. Eine Abstimmung mit den Planungen zum Bau der MesseCity findet ebenfalls statt. Die Brücke über die Deutz-Mülheimer Straße ist kein Bestandteil der Planung – Bauarbeiten fallen hier nicht an. Um die betrieblichen Abläufe der S-Bahn zu optimieren, planen die Fachleute in diesem Bereich zusätzliche Weichenverbindungen.

Neuer Haltepunkt Köln-Kalk West

Auf dem ehemaligen Gelände der „Chemischen Fabrik Kalk“ entwickelt sich ein neues Stadtquartier. Zur Erschließung ist der Bau eines neuen Haltepunktes für die S 6 und die S 11 in Köln-Kalk geplant.

Auf dem ehemaligen Gelände der „Chemischen Fabrik Kalk“ entwickelt sich momentan ein neues Stadtquartier. Zur optimalen Anbindung ist der Bau eines neuen Haltepunktes für die S-Bahn-Linien S 6 und S 11 in Köln-Kalk geplant. Der 150 Meter lange Mittelbahnsteig ermöglicht Mobilitätseingeschränkten einen problemlosen Ein- und Ausstieg in die S-Bahnen. Zudem verfügt der Bahnhof nach dem Neubau über ein Bahnsteigdach sowie Wetterschutzhäuser.

Von der „Straße des 17. Juni“ aus erreichen Reisende den Bahnhof in Zukunft über eine parallel zu den Gleisen verlaufende Rampe auf Höhe des Odysseums, die in eine Personenunterführung mündet. Die genaue Lage der Rampe ist noch nicht festgelegt. Ein Treppenaufgang und ein Aufzug ermöglichen allen Fahrgästen den Zugang zum Bahnsteig.

Zweigleisiger Ausbau Thielenbruch 

Um den Takt der stark frequentierten S 11 von 20 auf 10 Minuten zu verdichten, ist ein zweigleisiger Ausbau zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach notwendig.

Um den Takt der stark frequentierten S 11 von 20 auf 10 Minuten zu verdichten und das heutige frühzeitige Wenden der Züge in Köln-Dellbrück zu verhindern, ist ein zweigleisiger Ausbau zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach notwendig, der schon einmal bestand. Beim Ausbau der Trasse muss der Eingriff in das angrenzende Naturschutzgebiet Thielenbruch möglichst gering gehalten werden. Insbesondere das Kalkflachmoor nördlich des Bahndamms gilt als schützenswert. Die Ingenieure planen das zweite Gleis deshalb südlich des heutigen Bestandsgleises. Da der bestehende Gleisaufbau nicht mehr den gesetzlichen Vorschriften entspricht, muss der Bahndamm etwas erhöht und verbreitert werden. Dabei versuchen die Planer einen Eingriff in den Wasserhaushalt des Naturschutzgebiets zu vermeiden.
Um die beste Lösung zu erarbeiten, findet eine frühzeitige Abstimmung in einem gemeinsamen Arbeitskreis mit den örtlichen Naturschutzbehörden und Naturschutzverbänden statt.

Ausbau Haltepunkt Duckterath 

Der Haltepunkt Duckterath erhält einen zusätzlichen S-Bahnsteig.

Am Haltepunkt Duckterath planen die zuständigen Fachleute auf der Nordseite einen 150 Meter langen zusätzlichen S-Bahnsteig, der Mobilitätseingeschränkten einen barrierefreien Einstieg in die haltenden Züge in Richtung Köln ermöglicht. Ein 35 Meter langes Bahnsteigdach sowie Wetterschutzhäuser sollen den Aufenthalt der Fahrgäste angenehm gestalten.

Zwischen Franz-Hitze-Straße und Damaschkestraße stellt eine neue Fußgängerrampe künftig einen barrierefreien Zugang vom P+R-Parkplatz zum Bahnsteig her. Unterschiedliche Varianten dafür werden noch geprüft.

Im Zuge des S-Bahn-Ausbaus müssen die Brücken über die Franz-Hitze-Straße, die Damaschkestraße sowie die Buchholzstraße angepasst und erneuert werden. Um einen höheren Durchfluss für den Straßenverkehr zu ermöglichen, wird dabei der Engpass der Buchholzstraße beseitigt. Die Fachleute stimmen die Planungen für den S-Bahn-Ausbau regelmäßig mit den Fachämtern der Stadt Bergisch Gladbach ab.

Ausbau Bahnhof Bergisch Gladbach

Für den Ausbau des Bahnhofs haben die zuständigen Planer drei Varianten erarbeitet. Zusätzliche Kopfgleise werden künftig einen reibungslosen Ablauf im Zehn-Minuten-Takt garantieren.

Um den 10-Minuten-Takt der S 11 zu ermöglichen, sollen im Bahnhof Bergisch Gladbach zusätzliche Gleise verlegt werden und neue Bahnsteige entstehen. Der Bahnhof Bergisch Gladbach wird dabei nicht nur deutlich leistungsfähiger, sondern auch insgesamt städtebaulich aufgewertet. Den Ausbau des Bahnhofs stimmen die Planer mit der Stadt Bergisch Gladbach ab, da direkt am Bahnhof ein neues Stadthaus entstehen soll. Momentan bereitet die Stadt einen städtebaulichen Wettbewerb für den Bahnhofsbereich (im Plan hellblau) und einen Planungswettbewerb für das neue Stadthaus (dunkelblau) vor. Sowohl der Ausbau des Bahnhofs als auch der Bau des neuen Stadthauses stützen den zur Regionale 2010 begonnenen Prozess zur Aufwertung des Bahnhofsareals. In Zukunft sollen Bahnhof und Stadthaus eine gemeinsam Ankommenssituation für die Fahrgäste schaffen.

Beim Ausbau des Bahnhofs berücksichtigen die Planer, dass künftig die S 11 abwechselnd von Bergisch Gladbach über Köln Hbf. nach Düsseldorf bzw. als Verstärkerlinie bis Köln-Worringen fahren wird. Auf dieser Grundlage haben die Planer für den Ausbau des Bahnhofs drei Varianten erarbeitet. Jede dieser Varianten sieht vor, dass die Bahnsteige über einen Querbahnsteig vor Kopf erreichbar sind. Der gerade modernisierte Bahnsteig am Gleis 1 muss nicht umgebaut werden.

Variante 1 sieht jeweils zwei Bahnsteige für die S-Bahnen nach Köln-Worringen und zwei Bahnsteige für die Züge nach Düsseldorf vor. Somit ist eine klare Zuordnung der Bahnsteige sowie eine städtebauliche Verknüpfung des Bahnhofs mit dem Stadthaus möglich. Die Gleise für den Güterverkehr werden hierbei auf die Südseite verlegt. Aufgrund des vierten Bahnsteigs benötigt diese Variante im Vergleich zu den Varianten 2 und 3 mehr Fläche und verursacht höhere Baukosten.

Bei Variante 2 und 3 sind keine separaten Bahnsteige für S-Bahnen in Richtung Worringen beziehungsweise Düsseldorf vorgesehen. Somit müssen sich Fahrgäste vorab am Bahnhof darüber informieren, von welchem S-Bahnsteig der nächste Zug abfährt. Der Güterverkehr wird hierbei zwischen den S-Bahn-Gleisen bzw. nördlich der Bahnsteige abgewickelt.

Hinweis: Die hier genannten Pläne der beschriebenen Varianten finden Sie durch einen Klick auf das Dialog-Symbol.

Aufgrund des 10-Minuten-Taktes wird der Bahnübergang an der Tannenbergstraße häufiger geschlossen sein. Im Zuge der erforderlichen Erneuerung der Brücke an der Buchholzstraße wird die Unterführung deshalb zweispurig ausgebaut, um den Durchfluss für den Pkw-Verkehr zu erhöhen. Gleichzeitig hat die Stadt eine Verkehrsuntersuchung zur Verbesserung der Situation in diesem Bereich in Auftrag gegeben. Die Planungen des S-Bahn-Ausbaus werden in enger Abstimmung mit den Fachämtern der Stadt durchführt, um die Auswirkungen auf den Individualverkehr frühzeitig zu berücksichtigen.

Der Online-Dialog

Möchten Sie sich einen Überblick über den Online-Dialog verschaffen? In der Dialog-Zentrale finden Sie Informationen zu den einzelnen Ausbaumaßnahmen und können alle eingegangenen Diskussionsbeiträge nachlesen.

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